Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.— 2.Mose 33,19

Liebe Leserin, lieber Leser unseres Gemeindebriefes.
Die Sonne geht unter, der Himmel von tiefem blau wird immer mehr in goldene und dann rote Farben getaucht. Im Meer spiegelt sich die untergehende Sonne. Der auflandige Wind bläst erfrischend und warm um die Nase. Es riecht nach Meer, die Wellen brechen sich am Strand, ein Tag geht zu Ende, der Dich ins Staunen versetzt hat.
Solche Situationen lassen mich immer wieder innerlich aufatmen, frei werden von den tausend Gedanken, die auch im Urlaub in meinem Kopf noch umherschwirren. Wer diese Momente nicht genießt, ist selbst dran schuld. In so einem Moment werden mir die Größe Gottes und meine eigene Winzigkeit bewusst. Wenn dann noch die Sterne aufleuchten, spätestens dann frage ich mich wie der Beter in Psalm 8: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Mose weiß um die Größe Gottes, er weiß aber auch, dass er als Leiter eines großen Volkes Gott im Leben braucht. Und er sehnt sich danach, eben nicht nur solche wunderbaren Erfahrungen zu machen, wie wir sie am Strand, auf einem Berggipfel oder an anderen Orten erleben können. Mose sehnt sich nach mehr. Er möchte das, was wir im Grunde alle möchten: Gott direkt begegnen. Von Gesicht zu Gesicht gegenüberstehen. Und Mose bekommt diese Chance – nur mit der Einschränkung, dass er Gott von hinten ansehen kann. Sein Gesicht zu sehen, würde Mose durch sein Menschsein nicht aushalten können. Mose sieht die Schönheit Gottes, und auch wir können die Schönheit Gottes erleben, begreifen – z.B. in seiner Schöpfung. Der Himmel rühmt die Herrlichkeit Gottes, und seine Wölbung bezeugt des Schöpfers Hand. So beschreibt es Psalm 19. Gottes Schönheit ist in der Schöpfung erlebbar, erfahrbar, wenn wir uns denn Zeit nehmen, das auch zu sehen. Denn Schönheit wird erst dann deutlich, wenn wir uns Zeit nehmen, sie wahrzunehmen. Wer nimmt schon die Schönheit von Menschen in einer Menschenmasse wahr, durch die er beim Gehen durch die Stadt durchrauscht?
Wenn Gebet zu Gott mehr sein soll, als ein Monolog, ein Selbstgespräch, genauso wie wenn ein Abend am Strand mehr sein soll, als ein auf Digitalfotos abgelichtetes Urlaubsereignis, dann ist es nötig, dass wir uns dafür Zeit nehmen, Zeiten gönnen. Im Seminar zum Hörenden Gebet Anfang Juni haben wir genau das geübt: Wir haben uns ganz bewusst viel Zeit genommen, um nicht nur Gott die Ohren voll zu reden, sondern in der Stille, im Lesen und Hören Seines Wortes auf IHN zu hören. Das hat gut getan. Denn Schönheit wird erst dann deutlich, wenn wir uns Zeit nehmen, sie wahrzunehmen. Wer nimmt schon die Schönheit von Menschen in einer Menschenmasse wahr, durch die er beim Gehen durch die Stadt durchrauscht? Wenn Gebet zu Gott mehr sein soll, als ein Monolog, ein Selbstgespräch, genauso wie wenn ein Abend am Strand mehr sein soll, als ein auf Digitalfotos abgelichtetes Urlaubsereignis, dann ist es nötig, dass wir uns dafür Zeit nehmen, Zeiten gönnen. Im Seminar zum Hörenden Gebet Anfang Juni haben wir genau das geübt: Wir haben uns ganz bewusst viel Zeit genommen, um nicht nur Gott die Ohren voll zu reden, sondern in der Stille, im Lesen und Hören Seines Wortes auf IHN zu hören. Das hat gut getan. Viele von uns brechen in den kommenden Tagen und Wochen wieder auf: Urlaub steht auf dem Programm. Ob auf Teneriffa oder Balkonien, ob im eigenen Garten, bei Verwandten im Nachbarort oder auf einer Rundreise. Urlaub machen wir, um neue Kraft zu tanken. Und machen Sie, machst Du es auch, um Gott neu zu begegnen? Ich wünsche Dir und Ihnen genau das: Dass Sie, dass Du neue Kraft bekommst, Gott (neu) begegnest. Kalkuliere doch dazu einmal bewusst Zeit ein! Gönn Dir die Momente, die Gott schenkt, wo Du ins Staunen und Schwärmen über seine Größe und wunderschöne Schöpfung kommst – und wenns ein paar Minuten länger als geplant dauert, dann ist das eben so, schließlich bist Du im Urlaub! Letztlich ist es Gnade Gottes, wenn wir Menschen ihm begegnen. Doch Er lässt sich finden, wenn wir ihn suchen. Das hat Jesus versprochen, in dem er sagte (Mt 7,8): Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; wer anklopft, dem wird aufgetan.

Eine gesegnete Urlaubszeit und spannende Momente zum Auftanken bei Gott und zum Staunen wünscht allen die in den Urlaub fahren und allen anderen die hier bleiben (müssen),

Ihr / Dein Pastor Enrico Klee