Der HERR ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!
Halleluja! Amen!

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde
Ich muss sagen: etwas fremd und unwirklich kommt es mir schon vor, dieses Osterfest in diesem Jahr. Wir können nicht zusammen feiern! Es gibt für uns als Familie zum ersten Mal seit vielen Jahren kein Osterfrühstück in der Gemeinde. Der Ostermorgen zuhause: das ist seltsam! Doch wenn ich an das erste Ostern denke, dann ist das gar nicht mehr so seltsam. Wie war das noch gleich: die Jünger hatten sich eingeschlossen, versteckt. Die Botschaft der Auferstehung: unwirklich, seltsam, völlig neu. Aber so ganz sind wir ja nicht allein. Wir sind verbunden durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum rufe ich Euch von Herzen und fröhlich zu: Der HERR ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
Um dieses Wunder Gottes dreht sich alles in dieser Fest-Ausgabe der SamstagsPost zu Ostern. Ich wünsche Euch gute Impulse und ein gesegnetes Osterfest!
Euer Enrico Klee

Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht durch das Evangelium
2.Timotheus 1,10

Maria begegnet Jesus nach seiner Auferstehung
gestaltet von einer Familie unserer Bibelentdecker

Bibeltext:       1.Korinther 15,1-28
Zusätzliche Texte: Matthäus 28,1-10; 1. Korinther 15,29-58; 2. Timotheus 1,6-14

Impuls zu Lukas 18,31b: Die zwei Wunder von Ostern
Liebe Gemeinde
Wisst ihr noch, wie es war? Es war endgültig! Hoffnung? Fehlanzeige! Sie ging bis zu diesem Moment, diesem Satz, diesem Geschehen, diesem Ort. Vielleicht kannst Du es genau sagen, vielleicht ist es aber auch verschwommen. Da sind Beziehungen zerbrochen, da hat sich die Gesundheit verabschiedet, da ist der Traum zerplatzt, da sind die Grenzen deiner Möglichkeiten hart und unbeugsam aufgetreten. Solche Grenzen erleben wir immer wieder. Sie sind wie Mauern, die sich vor uns auftürmen. Unüberwindbar. Wir stehen davor und müssen sie akzeptieren, ob wir nun wollen oder nicht. Sie sind da, sie bleiben da.
Der Tod ist so eine Mauer: unüberwindbar, unerträglich. Er ist Teil unseres Lebens. Doch wir tragen die Sehnsucht nach einer Überwindung des Todes in uns. Wer möchte nicht gern gute Tage sehen, Tränen und Schmerz vergessen, der Alterung ein Schnippchen schlagen und vielleicht sogar den Tod hinter sich lassen? Einige Menschen mit genügend Geld möchten ihn durch Einfrieren überbrücken. Sie hoffen, dass schlaue Wissenschaftler die Fähigkeit entwickeln, Totes wieder lebendig werden zu lassen. Dann wären sie wieder mit dabei.
Der Mensch als Sieger über den Tod. Eine geniale Vorstellung – doch völlige Anmaßung. Der Tod hat einen Grund. Wie die Mauer aus Stacheldraht und Stein damals einen Grund hatte, die unser Land teilte. Diese Mauer war eine Folge der zerstörerischen Kraft der Diktaturen des letzten Jahrhunderts. Viele Menschen sind beim Versuch gescheitert, sie zu überwinden. Kein „Normalbürger“ konnte sie abreißen. Die Mauer des Todes wiederum ist die Folge der Sünde (Römer 6,23), der Auflehnung von uns Menschen gegen Gott. Abriss dieser Mauer? Daran ist nicht zu denken! Wir haben nicht die Macht dazu.
Paulus schreibt an seinen Schüler Timotheus von dieser undurchdringlichen Mauer und er schreibt von zwei Wundern an einem Tag, an Ostern!
Das erste Wunder ist: Die Mauer des Todes bekommt ein klaffendes Loch. Jesus Christus, der Sohn Gottes, erscheint, nimmt die Sünde auf sich, stirbt einen qualvollen Tod an unserer Stelle und entkräftet* so den Tod (*das ist eine Übersetzungsmöglichkeit). Das gilt jedem Menschen, auch dir, wenn du dich an Jesus Christus hängst, ihm ganz vertraust! Die Konsequenz daraus ist: Die harte und wirklich undurchdringliche Mauer des Todes hat ihre trennende Wirkung verloren. Der Tod hat seine Kraft eingebüßt. Er ist noch da, hat aber ein großes unstopfbares Loch. So auch 1989. Die Mauer zwischen DDR und BRD verlor ihre Wirkung, Tore, Schlagbäume gingen auf. Ein hoher Politiker brachte (natürlich incl. Vorgeschichte) mit einer Aussage einen Stein ins Rollen, den keiner mehr aufzuhalten vermochte: Reisefreiheit. Die Menschen strömten in Scharen. Zwei Jahre später war die Mauer in weiten Teilen unseres Landes auch baulich Geschichte. Die Mauer des Todes hat ebenso keine Macht mehr. Jesus Christus hat sie wirksam und endgültig ihrer Kraft beraubt. Sie ist nun nie mehr undurchdringlich. Das ist das eine Wunder von Ostern: der Tod ist entkräftet.
Das zweite Wunder ist: Jesus bringt durch das Evangelium das Leben und die Unvergänglichkeit ans Licht. Dieses Leben ist mehr als das, was wir jetzt haben. Nach dem Mauerfall wurde vielen DDR-Bürgern Stück für Stück klar, dass nicht alles Gold ist, was im Westen von der Werbung her glänzte. Die Mauer verstellte den Blick auf die Realität. Die Hoffnung auf das „dahinter“ war vielfach schöner als die Wirklichkeit. Im Leben verstellt uns der Tod in all seinen Facetten den Blick auf das Dahinter: auf die Ewigkeit, auf das Leben, auf die Unvergänglichkeit. Wir können sie nicht sehen, wir können sie uns nicht vorstellen, weil wir nur Vergänglichkeit kennen. Jesus hat an Ostern das Leben und die Unvergänglichkeit in unser Blickfeld gerückt. Das ist das zweite Wunder: Jesus zeigt uns: Unser Leben ist hier mit dem Tod nicht zuende. Es wird an der Schwelle des Todes vom unvergänglichen Leben „abgelöst“. Der Tod ist lediglich zu einer Tür geworden, durch die wir in die Ewigkeit gehen und durch die die Ewigkeit durch Jesus Christus in unseren Blick gerät.
Diese Ewigkeit Gottes verändert uns, wenn wir es zulassen. Gottes Geist ist es, der dann an uns wirkt. Er macht uns durch Gottes Wort deutlich, wo wir in unserem Leben, Tun und Reden Gottes Willen tun und auch, wo wir nicht mit Gottes Willen übereinstimmen und uns ändern müssen. Er lässt uns erkennen, wo Schuld und Vergebungsunwille uns belastet. Er festigt uns die Hoffnung und Gewissheit auf die Ewigkeit bei Gott.
Gott erfüllt damit die anfangs beschriebene Grundsehnsucht von uns Menschen. Wir können den Tod nicht selbst durchbrechen. Wir brauchen es aber auch gar nicht, denn Jesus hat es schon getan. Damit kann jeder Mensch das ewige Leben erlangen – es reicht ein JA. Sagst du JA zu Jesus Christus, vertraust du IHM dein Leben an incl. deiner Vergangenheit, deiner Gegenwart und deiner Zukunft, dann gilt es dir, dann ist der Tod auch für dich keine Mauer ohne Ausweg, sondern eine Tür ins neue Leben bei Gott.
Das ist die Botschaft des Evangeliums. Das ist die Hoffnung die auch mich zutiefst prägt. Das ist die Zuversicht, die uns Christen trägt. Das ist der Grund unserer Freude und unserer Feierstimmung heute. Das ist Ostern: Die Endgültigkeit hat ein Ende gefunden. Ein Neuanfang ist jederzeit möglich.
Lasst uns darum schon heute unseren Alltag ostermäßig leben, z.B. indem wir weiter einander Gutes tun, füreinander da sind, bei Konflikten uns mühen, neue Wege aufeinander zu zu suchen, indem wir aufeinander Rücksicht nehmen, einander Gemeinschaft ermöglichen, herausfordern, ermahnen, wertschätzen, Schuld bekennen und vergeben und einander in der Hoffnung auf Jesus Christus stützen und stärken.
Ich wünsche Dir und mir den Blick für Gottes Oster-Wunder und den Mut, immer wieder neu anzufangen. Ich wünsche Dir und mir eine tiefe Freude über dieses Wunder Gottes und dass sich dieses Wunder schon jetzt auswirkt, in unseren Herzen, in unserer Gemeinschaft und durch unsere Hände.

Es ist Ostern. Für immer!
Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!

Herzliche Grüße, Gott segne Euch!
Euer Pastor, Enrico Klee

Lieder zum Thema:
Der König lebt (Albert Frey / Billy Funk)
Er ist erstanden, halleluja (Bernhard Kyamanywa 1966; Deutsch: Ulrich S. Leupold 1969)
O herrlicher Tag o fröhliche Zeit (Cyriakus Günther)

Gebet: bete Psalm 118 (Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes)

Zentraler Bundes-Gottesdienst zu Oster-Sonntag um 11.00 Uhr
Am Ostersonntag, den 12. April, wird ab 11:00 Uhr ein Bundesostergottesdienst aus der EFG Berlin-Schöneberg gestreamt. Herzliche Einladung, auf diese Weise die Bundesgemeinschaft zu erleben!
Dieses Jahr können wegen der Coronakrise keine Ostergottesdienste stattfinden, zu denen Gemeinden in ihren Gemeindehäusern zusammenkommen. Es ist eine besondere Zeit. An Ostern, am höchsten Feiertag der Christenheit, lädt der BEFG zu einem Bundes-Videogottesdienst ein, der aus der EFG Berlin-Schöneberg gestreamt werden soll. Pastorin Dagmar Wegener, BEFG-Präsident Michael Noss und Generalsekretär Christoph Stiba werden diesen Gottesdienst gemeinsam gestalten. Zu Ostern soll gefeiert werden, dass die größte Krise, der Tod, bereits überwunden wurde. Neben der Osterpredigt werden unterschiedliche Personen in einem Interview über ihre Hoffnung berichten. Und auch im Vorfeld wurden bereits Personen aus dem Bund gefragt, wie sie Gemeinschaft in dieser besonderen Zeit gestalten und welche Ideen sie ausprobiert haben.  Als „Bundeskollekte“ freuen wir uns über jede Spende an die Corona-Hilfe des BEFG: www.baptisten.de/corona-hilfe
Text entnommen von der Seite: https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/bundesgottesdienst-zu-ostersonntag/
Der Gottesdienst wird unter dieser Adresse zu sehen sein: https://youtu.be/GB69yNrUDDY

Unsere neue Osterkerze
gestaltet von Evelin Woker

Eine neue Osterkerze
An Ostern feiern wir, dass Gott Jesus auferweckt hat, dass der Tod überwunden hat, dass Gottes Licht die Dunkelheit von Sünde, Tod und Teufel durchbrochen hat. Dafür ist die Osterkerze ein schönes Symbol.
Auch in diesem Jahr hat Evelin Woker ihre Kraft und Kreativität genutzt und eine neue Kerze gestaltet.
An der Kerze ist der Weg zu sehen, den Jesus Christus für uns gegangen ist. Vom Himmel in die Krippe. Von der Krippe zur Dornenkrone an den Kreuzesstamm. Vom Kreuz ins Leben und zurück zum Vater. Doch er ließ uns nicht alleine. Er gab uns den Beistand, den Parakleten, den Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit leitet. In all den Stationen bricht sich das Licht, das auf die Kerze trifft, in unterschiedlichsten Farben. Die Kerze ist somit auch ein Wegweiser. Sie zeigt uns den Weg Jesu, den er für uns gegangen ist, sie erinnert uns an ihn: an Gottes Licht des Welt, sie lässt uns staunend das Wunder sehen, das Gott für uns getan hat. „Du kamst vom Himmel herab, zeigst uns den Weg, Herr, du hast am Kreuz bezahlt für meine Schuld. Und sie legten dich ins Grab, doch du stiegst zum Himmel auf, Herr, dein Name sei erhöht.“ (Karin Geitz | Rick Founds)
Herzlichen Dank für die Kerze! Sie wird im ersten Gottesdienst zu sehen sein, den wir nach der Corona-Krise wieder gemeinsam feiern werden.

Hier seht ihr mehr Bilder der neuen Osterkerze

Last but not least: DANKE
DANKE an alle, die sich füreinander einsetzen. Danke an alle Kartenschreiber, Anrufer, Aufmerksamkeiten-schenker, Post-Austräger, Technik-in-Gang-bringer. Danke an alle Beter, Versorger, Impulsgeber, Bastler, Rasenmäher und und und. Ihr seid großartig! Danke für euer Engagement. Das macht unsere Gemeinde so lebendig. Ihr füllt sie mit Leben und nehmt Gottes Auftrag füreinander da zu sein ganz praktisch und voller Freude wahr. Herzlichen Dank von uns allen aus dem Leitungskreis an Euch dafür!!

Grüße und Segenswort
Herzliche Grüße, auch im Namen des Leitungskreises! Ein fröhliches und gesegnetes Osterfest! Euer Pastor Enrico Klee

Der HERR segne dich und beschütze dich! Der HERR blicke dich freundlich an und sei dir gnädig! Der HERR schaue liebend auf dich und gebe dir Frieden! Amen.                                                             
4. Mose 6, 24-26

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!