Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde
Wer vor einer Wahl steht, braucht Ausdauer, Mut und Entschlossenheit. Ausdauer, sich die Wahlmöglichkeiten gut anzusehen, Mut, sich dann zu entscheiden und Entschlossenheit, nach der Entscheidung voran zu gehen, auch wenn der Weg rechts und links vielleicht auch nicht schlecht gewesen wären.     In dieser Samstagspost geht es um diese drei Eigenschaften. Es geht um Gottes Mut, uns zu wählen, um Seine Ausdauer, zu uns zu stehen, seine Entschlossenheit, für uns alles zu geben. Wir brauchen heute Ausdauer, um im Moment die Nerven zu behalten. Wir brauchen Mut, Neues zu wagen, Altes hinter uns zu lassen und wir brauchen Entschlossenheit, gemeinsam diesen Weg zu gehen, den Gott uns vor die Füße legt.      All das leuchtet in dieser Ausgabe zu Himmelfahrt auf.
Ich wünsche Euch gute Impulse und grüße Euch herzlich                                                          Euer Enrico Klee

In ihm hat er uns schon vor der Erschaffung der Welt, einmal heilig und tadellos vor ihm zu stehen. Und aus Liebe hat er uns schon damals dazu bestimmt, durch Jesus Christus seine Kinder zu werden.
Epheser 1,4-5

Bibeltext:                                                                                      
Epheser 1,3-11 und Apostelgeschichte 1,1-12

Gedanken zu Epheser 1,4-5: An Gottes Hand
Liebe Gemeinde
Glaubst Du eigentlich, dass Gott dich mag? Viele Menschen glauben, dass Gott sie nicht mag. Sie glauben vielleicht schon, dass Gott sie liebt. Aber mag Gott sie auch? Natürlich liebt uns Gott. Das muss er auch. Schließlich ist er ja Gott.
Morgens steht Gott auf und sagt: „Ich liebe Dich“. Das ist toll. Das ist interessant. Das ist abstrakt. Aber was ich wissen will ist, ob Gott mich mag? Mag er mich mit all meinen Fehlern? Ist er gern mit mir zusammen, weil ich ihn zum Lachen bringe?
Ich habe mal die folgende Geschichte gelesen, die Gottes Beziehung zu uns wirklich toll widerspiegelt. (aus Dan Taylor’s „Letters to my children“ übersetzt von Mike Yaconelli)
Als ich in der 6. Klasse war, war ich ein hundertprozentiger Amerikaner. Ich war intelligent, sportlich, witzig, gutaussehend – besonders, wenn meine Haarpracht mit Pomade nach hinten gebürstet war. Und ich war unglaublich nett. Später ging’s wieder schnell bergab, aber in diesem einen Jahr hatte ich alles, was ich mir wünschen konnte.
Doch leider hatte ich auch Miss Owens im Unterricht. Miss Owens war ein Mädchen vom College, das ihr Praktikum bei uns machte. Sie half unserem Lehrer, Mister Jenkins. Und Miss Owens ging in meine Gemeinde. Sie wusste, dass es trotz meiner unglaublich netten Art noch ein oder zwei Dinge gab, an denen ich arbeiten konnte.
In meinem Jahrgang wurde von uns erwartet, dass man tanzen lernte. Meine Eltern hatten zwar einige Vorbehalte, aber da ich erst zwölf Jahre alt war, ging die Sache in Ordnung. Immer wenn wir Tanzunterricht hatten, mussten wir etwas Schreckliches tun. Ich hoffe, dass so etwas heute nicht mehr praktiziert wird. Alle Jungen stellen sich bei der Klassentür auf. Dann suchte sich einer nach dem anderen eine Tanzpartnerin aus. Die Mädchen saßen auf ihren Plätzen. Sobald sie gerufen wurden, verließen sie ihren Platz und stellten sich neben den eingebildeten Kerl, der ihnen die Ehre seiner Gunst erwiesen hatte.
Du kannst mir glauben, dass die Jungen daran keinen Spaß hatten. Zumindest hatte ich keinen. Aber stell dir mal vor, so ein Mädchen zu sein. Stell dir vor, du musst warten bis man dich auffordert. Du musst zusehen, wenn vor dir jemand aufgefordert wird. Du hast Angst, von jemandem aufgefordert zu werden, den du nicht ausstehen kannst. Und du hast Angst, dass du überhaupt nicht aufgefordert wirst.
Und jetzt stell Dir vor, du wärst Mary gewesen. Mary war ein Mädchen, das auf der rechten Seite ziemlich weit vorne saß. Sie war nicht hübsch, sie war nicht intelligent, sie war nicht witzig. Sie war zwar nett, aber das war damals eben nicht genug, und sie war bestimmt nicht sportlich. Als sie noch klein war, hatte sie Kinderlähmung oder etwas ähnliches gehabt. Ein Arm war verkrüppelt, ein Bein nicht in Ordnung und, um das Ganze noch komplett zu machen, war sie auch noch ein bisschen dick.
Und jetzt kommt der Part, den Miss Owens spielte. Sie nahm mich eines Tages beiseite und sagte: „Dan, das nächste Mal, wenn wir wieder Tanzunterricht haben, möchte ich, dass du Mary aufforderst“. Sie hätte genauso gut sagen können, dass ich zum Mars fliegen muss. Dieser Gedanke war für mich so neu und unvorstellbar, dass ich es kaum glauben konnte. Soll das heißen, dass man nicht die Beste, Beliebteste und Hübscheste auffordert? Und dann machte Miss Owens etwas ganz Gemeines. Sie sagte mir, so zu handeln sei christlich.
Sofort fühlte ich mich verdammt. Ich war verdammt, weil ich wusste, dass sie recht hatte. Es war genau das, was Jesus getan hätte. Ich war sogar eigentlich überrascht, dass ich noch nie im Kindergottesdienst gehört hatte: „Jesus fordert das lahme Mädchen für den Eröffnungstanz auf“. So etwas musste irgendwo in der Bibel stehen. Ich stand Todesängste aus. Mary aufzufordern würde mein ganzes cooles Auftreten zerstören, dass ich mir aufgebaut hatte. Es war nicht intelligent, es war nicht witzig, vielleicht war es nett, aber nicht einmal ich wollte so nett sein.
Der Tag unseres Tanzunterrichtes kam, und ich betete heimlich zu Gott, dass ich als letzter dran sein würde, mir eine Tanzpartnerin auszusuchen. Dann konnte ich Mary auffordern, denn sie würde als letzte übrigbleiben. Niemandem würde es auffallen und ich hätte den Wunsch von Miss Owens respektiert. Ich hätte christlich gehandelt, und ich wäre noch einmal davongekommen.
Doch rate mal, was passierte. Aus welchen Gründen auch immer war ich als Erster an der Reihe. Alle Gesichter der Mädchen wendeten sich zu mir und lächelten. Ich blickte zu Mary und sah, dass sie sich nur halb nach hinten gedreht hatte, und ihr Blick war starr auf ihr Pult gerichtet. Mr. Jenkins sagte: „Gut Dan, dann wähle dir eine Partnerin“. Ich weiß noch, dass ich das Gefühl hatte, sehr weit weg zu sein. Dann hörte ich meine Stimme sagen: „Ich wähle Mary“.
Noch nie war Tugend so schnell belohnt worden. In meiner Erinnerung kann ich immer noch ihr Gesicht klar vor mir sehen. Sie hob den Kopf, und auf ihrem Gesicht, das vor Freude, Überraschung und Verlegenheit gerötet war, lag ein Ausdruck so voll echtem Entzücken und sogar Stolz, wie ich es noch nie vorher und nie nachher gesehen hatte. Dieser Ausdruck war so rein, dass ich die Augen senken musste, denn mir war klar, dass ich es nicht verdient hatte. Mary kam zu mir, nahm meinen Arm, und genauso, wie man es uns beigebracht hatte, ging sie, kaputtes Bein hin oder her, neben mir wie eine Prinzessin.
Mary ist jetzt so alt wie ich. Ich habe sie nach diesem Schuljahr nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht, wie ihr Leben jetzt aussieht oder was sie macht, aber ich glaube, dass sie zumindest von einem Tag in der sechsten Klasse eine wunderbare Erinnerung hat. Ich habe jedenfalls eine. (aus Dan Taylor’s „Letters to my children“ übersetzt von Mike Yaconelli)
Der schönste Tag meines Lebens war der Tag, an dem Gott, der Schöpfer des Universums sehr laut und deutlich die Worte gesprochen hat: „Ich wähle Dich“.
Das ist das Evangelium. Er hat uns erwählt, voller Fehler, krank und vermurkst. Der Gott des Universums ruft aus den Himmeln herab: „Ich wähle Dich!“ Das ist die wichtigste Entscheidung, die je gefällt wurde. Gott entscheidet sich für dich und sagt, dass er dich über alles liebt. Er sagt: „Ich wähle Dich“.
Doch damit wir tanzen können, müssen wir uns auch entscheiden der Aufforderung nachzukommen. Willst Du die Entscheidung treffen und mit Gott ein Leben lang tanzen? Dafür ist Jesus gestorben, dass wir wieder eine lebendige Beziehung zu Gott haben können. Wir müssen keine Angst haben, dass wir das am Ende nicht auf die Reihe bekommen, dass wir am Ende scheitern. Gott führt in diesem Tanz und gibt uns den Tanzschritt vor. Er wird dir zeigen, wie das geht.
Detlef Wehbrink  (Lighthouse Löhne – Adventgemeinde)

Lieder zum Thema
Gewählt du hast gewählt (Gerhard Schitter)
Herr gib uns Mut (Kurt Rommel)
Gottes große Liebe (Daniel Kallauch)
Ich habe nun den Grund gefunden (Johann Andreas Rothe)

Gebet: bete Psalm 107

Informationen zu Gottesdiensten, Gebet und weitere Online-Angeboten

Herzliche Einladung zur persönlichen stillen Andacht in der Kreuzkirche. Unsere Kirche ist sonntags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Um 17.45 Uhr gibt es eine kleine Andacht, die diese Zeit abschließt. Wenn ihr die Zeit in Anspruch nehmt, seid miteinander so umsichtig und haltet die bekannten Hygienebestimmungen.
Zudem laden wir weiter zum gemeinsamen Gebet ein: Jeden Sonntag um 11.30 Uhr wollen wir bewusst aneinander denken und miteinander in unseren Häusern füreinander beten!

Gottesdienste für Kinder:

Gottesdienste Live (Eine ausführliche Liste findet sich auf unserer Homepage: www.efg-loehne.de):

Christi Himmelfahrt:

  • ab 10.00 Uhr Bundesgottesdienst und Online-Programm: https://youtu.be/I29SJg_7Yzo

Sonntag:

  • 09.15 Uhr ICF Zürich: https://www.icf.ch/de/live/
  • 09.30 Uhr Gottesdienst im ZDF
  • 10.00 Uhr EFG Gütersloh: https://www.youtube.com/channel/UCsPgJEPJEcHpOARpzOZQTdA?view_as=subscriber
  • 11.30 Uhr EFG Braunschweig (Friedenskirche): http://bs-friedenskirche.de/livestream/

Plus: Gottesdienste bei BibelTV, beim ERF usw.

Gottesdienst auf Farsi
Ein Gottesdienst auf Farsi (in persischer Sprache) ist hier zu finden: www.elam-alive.net

Informationen zur Kollekte
Da in den letzten Wochen kein Gottesdienst stattgefunden hat, haben wir ja auch keine Kollekte eingesammelt. Wenn es jetzt so langsam wieder losgeht und sich einzelne Gruppen im Gemeindehaus treffen, werden wir dieses wieder nachholen! Ihr habt ja jetzt ordentlich gespart! J
Aber wer die Meldungen in den Medien verfolgt, weiß, dass wir hier in Deutschland noch mal gut durch diese Pandemie hindurch gekommen sind. Auch wenn wir mit Einschränkungen – auch finanzieller Art – leben müssen, geht es uns ja doch noch sehr viel besser als den meisten anderen Staaten. Besonders in Südamerika schlägt das Virus ja jetzt stark zu und die Länder wie Ecuador, Peru, Chile und Brasilien wissen nicht, wie sie alles bewältigen sollen. Dieses wird auch die Gemeinden in diesen Gebieten betreffen. Nun sind wir als Gemeindebund ja in der guten Situation, direkt und zielgerichtet helfen zu können mit Geld, das genau dort eingesetzt wird, wo die Not groß ist und noch größer werden wird. Durch die Beziehungen und Projekte, die ja schon lange existieren, ist es möglich, dass das Geld viele Bedürftigen direkt erreicht und die Gemeinden dort handlungsfähig bleiben.
So werden wir die Sammlungen in der kommenden Zeit nicht für uns behalten, sondern weiterleiten an die EBM in Lateinamerika.
Wer nicht in die Gemeinde kommt oder einen größeren Betrag spenden will, kann dieses bitte gerne auch auf das Gemeindekonto überweisen, das wird selbstverständlich auch weiter geleitet und dem Absender über die Jahresspendenbescheinigung quittiert.
In der Hoffnung, dass wir uns bald wiedersehen
Eure Anke Klein

Rückblick und Einladung: Offene Kirche
Nach vielen Wochen haben wir am letzten Sonntag erstmals wieder die Tür der Kirche geöffnet. Von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr konnte der Raum für die persönliche Begegnung mit Gott genutzt werden. Juliane Hegner, Detlef und Bärbel Unruh, Christiane Matthies und einige andere haben den Raum dafür hergerichtet – mit biblischen Erzählfiguren, Gedankenanstößen, Büchern…


Am kommenden Sonntag gibt es wieder die Möglichkeit dazu. Herzliche Einladung!!
Gerne könnt ihr uns auch eine Rückmeldung geben. Vielleicht würde Euch auch eine andere Zeit passen und diese zwei Stunden sind nicht so geeignet oder habt Ihr andere Gedanken noch dazu? Dann lasst es uns gerne wissen, so können wir das Angebot gut anpassen.

Pfingsten  – wir feiern Gemeinde-Geburtstag!!
Am Wochenende vom 30. Mai bis 01. Juni ist Pfingsten. Pfingsten – das ist das Geburtstagsfest der Gemeinde. Wir erinnern uns an die Ausgießung des Heiligen Geistes und an den Beginn der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums.

Da wir nun ein gutes Hygienekonzept haben, dachten wir uns: Wir wagen es! Darum feiern wir am Pfingstsonntag zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder einen Gottesdienst.

Herzliche Einladung also jetzt schon zum Pfingstgottesdienst in unserer Kreuzkirche! Die genauen Infos folgen in der nächsten SamstagsPost.

Am Pfingstmontag feiern wir Christen in Löhne dann gemeinsam – besonders aber doch zusammen: Es wird um 09.30 Uhr einen AutoGottesdienst auf dem Parkplatz von BrunoKleine geben. Über Radio oder Lautsprecher wird der Gottesdienst dann in den Autos zu hören sein. Informationen dazu gibt es auch in der nächsten SamstagsPost sowie in der Tageszeitung. Dazu laden wir auch herzlich ein.

Grüße und Segenswort
Wir wünschen Euch einen gesegneten Himmelfahrtstag und Gottes Begleitung und Segen auf all Euren Wegen! Herzliche Grüße vom gesamten Leitungskreis.
Euer Pastor Enrico Klee

Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.   Amen.     1. Thessalonicher 5,23-24